Warum der Flughafenausbau unverzichtbar für den lebenswichtigen heimischen Wirtschafsfaktor Tourismus ist

  1. Der Flughafen ist die Lebensader für den heimischen Tourismus. 68 Prozent der ausländischen Gäste, die nach Österreich kommen, reisen mit dem Flugzeug an!
  2. Wien erwirtschaftet 15 Prozent der touristischen Wertschöpfung des Landes. Und das Wachstum hier ist stärker als in Restösterreich. In absoluten Zahlen ausgedrückt beträgt die touristische Wertschöpfung Wiens pro Jahr vier Milliarden Euro. Ohne leistungsfähigen Flughafen wäre diese Position gefährdet. Wien hängt noch stärker als etwa die Tourismusorte im Westen Österreichs vom Flugverkehr ab.
  3. Die Prognose für den Wiener Flughafen geht von 24,6 Millionen Passagieren im Jahr 2015 und 30,6 Millionen für 2020 aus. Da 2008 bei 19,7 Millionen Passagieren bereits 70 Bewegungen in der typischen Spitzenstunde erreicht wurden und das derzeitige Pistensystem ein diesbezügliches Limit von 72 hat, sind die prognostizierten Wachstumsraten ohne Parallelpiste nicht erreichbar. Werden die Tourismusströme der Zukunft nicht serviciert, suchen sie sich andere Destinationen, die mit dem Zustrom fertig werden. Wien braucht also dringend eine Parallelpiste. Ansonsten ist nicht nur der Wirtschaftsstandort Wien, sondern auch der Tourismusstandort gefährdet.
  4. Wien ist eine der ganz wenigen europäischen Großstädte ohne Parallelpiste. Wohin man schaut, gibt es sie: Etwa in Brüssel, Budapest, Mailand, sogar in Leipzig. In Prag ist eine Parallelpiste in Planung. Zürich hat schon drei Pisten, Rom hat sogar vier, davon drei Parallelpisten. In München steht die dritte Parallelpiste knapp vor ihrer Errichtung.  In Berlin wird gerade ein neuer Flughafen für 25-27 Millionen Passagiere errichtet. In Frankfurt soll die vierte Piste (drei davon parallel) im Jahr 2011 in Betrieb genommen werden.
  5. Man sieht also: Damit Österreich nicht zu einer „verkehrsberuhigten Zone” inmitten globalisierter Handels- und Wirtschaftsrouten verkommt, müssen wir handeln. Die Wiener Parallelpiste ist angesichts der hervorragend ausgebauten Flughäfen rund um uns mehr als nötig. Noch ist der Flughafen Wien Schwechat eine wichtige Drehscheibe, auch mit internationaler touristischer Bedeutung. Damit das so bleibt, brauchen wir ein Parallelpistensystem.
  6. Derzeit ist Wien die weltweit führende Kongressstadt! 2009 fanden hier 160 internationale Kongresse statt. Auf den Plätzen folgten Barcelona (135), Paris (131) und Berlin (129). Auch 2010 gibt es mehrere große Konferenzen in der Stadt, etwa den AIDS-Kongress mit 25.000 Teilnehmern. Diese Position dürfen wir nicht riskieren. In der internationalen Kongresswirtschaft gilt das Angebot an Direktflügen in eine Destination als immer wichtigerer Wettbewerbsvorteil bei der Entscheidung der Veranstalter für eine Stadt. Wien muss HUB bleiben und die Parallelpiste bauen.
  7. Wiens Stärke bei Bewerbungen um Kongresse ist auch das exzellente Austrian-Netzwerk nach Osteuropa. Da kommt derzeit kaum eine andere Stadt mit.