Schutz der Bevölkerung

Natürlich ist es legitim und für eine ausgewogene Diskussion unbedingt notwendig, dass sich Anrainer in Bürgerinitiativen für Lärmschutz und lokale Anliegen einsetzen. Dabei ist aus Sicht der Initiative “Zukunft Flughafen” hervorzuheben, dass am Wiener Flughafen die überwiegende Anzahl der Bürgerinitiativen gemeinsam mit dem Flughafen daran arbeitet, größtmöglichen Schutz für die Bevölkerung zu erzielen.

Dass das Wort „Dialog“ dabei nicht zur hohlen Phrase verkommen ist, dafür hat ein mehr als fünfjähriges Mediationsverfahren zwischen dem Flughafen und über 50 (!) verschiedenen Anspruchsgruppen gesorgt. Seit Abschluss dieser Verhandlungen wacht das so genannte „Dialogforum“ über die Einhaltung der fix erzielten Vereinbarungen.

Und diese Vereinbarungen sind weitreichend. Was haben die konstruktiven Bürgerinitiativen erreichen können? Eine Menge: Selbst die Lage der Piste ist ein Ergebnis des Dialogs. Die Nachtflüge wurden halbiert! Außerdem wurde ein „Lärmzonendeckel“ eingeführt. Dieser bedeutet nichts anderes, als dass die Zahl der Fluglärm-Betroffenen begrenzt wird. Und: Für jene Menschen, die am stärksten von den Auswirkungen des Flugverkehrs betroffen sind, stellt der Flughafen 35 Millionen Euro für Lärmschutzmaßnahmen zur Verfügung, etwa schalldichte Fenster. Darüber hinaus wurde ein „Umweltfonds“ etabliert, in den der Flughafen pro Passagier einzahlt. Der Betrag kommt dann wieder der Bevölkerung zugute.

Wenn man noch dazurechnet, dass die neuen Generationen von Flugzeugen immer leiser werden, sind das beileibe keine Kleinigkeiten, sondern klare und nachvollziehbare Verbesserungen für die Bevölkerung. Denn gesetzlich vorgegeben sind die Standards, zu denen sich der Flughafen verpflichtet hat, beileibe nicht. Die Grenzwerte die Schallpegel betreffend werden oft um ein Vielfaches unterschritten. Dass der Flughafen so handelt, zeigt aus unserer Sicht seinen verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt und Nachbarn. Blickt man über die Grenzen unseres Landes, merkt man schnell, dass solch konsensuales Vorgehen keineswegs die Regel ist. Meist gibt es einen Dialog erst gar nicht.

Wien ist da anders. Und auch darauf ist „Zukunft Flughafen“ stolz.